Wieviel ist genug?

Viele von uns denken, dass in der Weihnachtszeit der Tisch üppiger gedeckt werden muss; dass der Kühlschrank voller, die Auswahl an Kuchen und Plätzchen reicher, wenn die Gäste kommen. Wir kaufen vor Heiligem Abend viel mehr als wir essen können. Oft überlegen wir sogar, wie wir dann im Januar abnehmen könnten, nur weil wir Weihnachten mit einer Fressorgie verwechselten. Dabei haben wir an diesen Feiertagen, da die meisten nicht arbeiten müssen, viel mehr Zeit, um etwas Besonderes zu machen. Wir haben die Möglichkeit, mehr zu lesen, mehr Sport zu machen, zu wandern und wir haben mehr Zeit für die Kultur. Deshalb verstehe ich nicht, warum sich so oft alle Gespräche und alle Vorbereitungen um das Thema Essen, Süßigkeiten und die langersehnte besondere Feinkost dreht. In unseren Schränkchen und Regalen befinden sich doch bereits jetzt manche ungegessenen Schätzchen wie zum Beispiel die noch nicht angebrochene Quinoa-Packung, oder eine Packung Hirse aus Brandenburg. Und wir werden eh von der Familie und Freunden mit verschiedenen Plätzchen überhäuft. bildBlogDas heißt nicht, dass man sich nichts gönnen soll; bin aber der Ansicht, dass ein einziger Einkauf in einem Bioladen in der Gemüse-Obst-Abteilung ausreicht, um unseren Körper hundertprozentig zu befriedigen und unseren Geist zu entlasten. Wir vermeiden somit die unglaubliche Verschwendung von Nahrungsmitteln, die in unserer Zeit fast zur Perfektion mutierte.Einst hatten wir auf unseren Tischen Äpfel und Wahlnüsse und wir verloren damals den Blick nicht von dem Wesentlichen. Heutzutage sehen wir uns nicht, weil der eine oder andere die meiste Zeit in der Küche steht und kocht und backt, oder ständig dabei ist, den Gästen neue Gänge aufzutragen, die man zuerst frisch zubereitet und aufwendig dekoriert. Zum Beisammen sein gehört ein gutes Essen dazu, aber überwiegen sollten vielleicht andere Qualitäten wie einander zuhören, gemeinsam lachen oder musizieren, ein Spaziergang am See, oder auch nur eine einzige Tasse des selbstgepflückten Tees.

Dann auf „besinnliche“ Weihnachtszeit!

3 Kommentare

  1. Hallo Martin!

    Oh ja, mein Lieblingsthema. Beitrag dazu habe ich auch schon geschrieben, muss nur noch veröffentlicht werden. Zu keiner Zeit im Jahr werden so viele Lebensmittel weggeworfen. Das muss nicht sein!

    Besonders gut gefällt mir, dass Du auf die Schrankleichen hinweist, da sollte man immer ein Auge drauf haben.

    lg
    Maria

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