Rosskastanien sind kein gutes Geschoss

Da ich nicht zu Waffen greifen kann und nicht will, könnte ich mich mit vollen mit Rosskastanien gefüllten Säcken zu den Zentralen der Erdölindustrie und der Waschmittelindustrie begeben und die Manager dieser Machtzentren mit den Rosskastanien bewerfen. Es wäre jedoch ein einsames Unternehmen, das obendrauf lächerlich und skurril wirken würde. Außerdem würde ich mit meinem Geschoss keinen treffen, weil diese Machtzentren von der Polizei besser geschützt werden als die Bürger unserer Städte. Aus diesem Grund griff ich zu einer viel wirksameren Maßnahme. Ich endschied mich, diesen Industrien den Geldhahn zuzudrehen. Ich will und werde damit ein allgemeines Umdenken dieser Großkonzerne erreichen und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

(Ja ich weiß, ich bin ein Spinner!)bildBlog

Ich wasche meine Wäsche ab sofort mit den Saponinen der Rosskastanien. Für eine Wäscheladung braucht man ungefähr, so meine Bemessung auf der Erfahrungsgrundlage, zwölf Kastanien. Diese werden zerdeppert und in 200 ml Wasser gelegt. Nach ein paar Stunden lösen sich aus den Kastanien die Saponine und man kann die so entstandene Lauge als Waschmittel benutzen. Es funktioniert prima!

Was bewirkt diese Aktion? Lasst uns gemeinsam diese Liste von Vorteilen durchgehen:

  • Verzicht auf fossile Ressourcen → intaktere Umwelt
  • Schwächung der Großkonzerne → mehr Demokratie und Gerechtigkeit
  • Hautfreundliche Kleidung ohne chemische Rückstände → bessere Gesundheit
  • Geldeinsparung → weniger erwerbstätige Stunden pro Jahr
  • 100 prozentige Umweltverträglichkeit → Verbesserung des eigenen Fußabdruckes
  • Keine Transportwege und kein Energieverbrauch bei der Herstellung der Waschlauge → bessere Luft
  • Spaß beim Sammeln auf der frischen Luft → mehr Bewegung und eventuell schöne Begegnungen mit Freunden
  • 100 % regional und saisonal → Steigerung der Empathie zur Mikroumwelt/Umgebung
  • Gutes Gewissen und Stolz → Selbstentwicklung und Glück

Ich laufe jetzt ganz schnell weg und verstecke mich. Die Erdöl- und die Waschmittelindustrie sind hinter mir her. Sie wollen mich beseitigen, aber ich lasse mich nicht unterkriegen:)

 

6 Kommentare

  1. Hmmmm, bloß wenn man DEN Weg zuende geht, dann endet das als Hardcore-Öko in der Holzhütte. Man trägt kratzige Naturwolle, verzichtet auf alle elektronischen Helferlein (Was wäre ich ohne meinen CD-Player?) und fährt nicht Auto … zähneknirsch! … irgendwie muss man doch den einen oder anderen Konzern am Leben lassen….zähneknirsch.

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  2. jeder, der begreift, dass man seine Prioritäten verschieben kann, ist auf einem guten Weg.
    Ich würde mir sehr viel Stress machen, wenn ich meiner Frau plötzlich erkläre, wir waschen jetzt mit Kastanien 🙂 (aber toll finde ich es allemal). Für jeden gibt es Wege, etwas zu tun; wie Wasser & Strom sparen, regional einkaufen, saisonal essen, sich vegan ernähren, Plastik vermeiden & aus zweiter Hand kaufen….
    Ich gehe schrittchenweise auf meinen Wegen und glaube nicht, dass wir damit falsch liegen, lange nicht so falsch, wie nichts zu tun!

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